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Carpet Concept: Neu zur ORGATEC

Fliesen mixen mit Teherani

 

Premiere zur Orgatec: Zusammen mit dem Architekturbüro Hadi Teherani entwickelte Carpet Concept die neuen Fliesenkollektionen Mix Geometric und Mix Organic. Innovative Formate und freie Formen in edlen Webqualitäten greifen den Gestaltungs-Gedanken japanischer Tatami-Matten auf. Etwa die 2 x 1 Meter großen Teppichfliesen oder die in Dezimalschritten abgeleiteten, kleineren Rechteckformate. Ergänzt werden sie durch Fliesen in orthogonaler oder Wellenform. Ein Weltpremieren-Baukasten mit über 40 Farben in vier Web-Qualitäten.

 

„Diese neue Generation an textilen Fliesen bietet Architekten phantastische Optionen, sich auf einem anderen Niveau mit Bodengestaltung, Raumatmosphäre und Proportion auseinanderzusetzen“, so Carpet Concept-Geschäftsführer Thomas Trenkamp.

 

NEUE WEGE: ERSTE AKADEMIE FÜR VETRIEBSNACHWUCHS IM BEREICH DESIGN

 

Die Designmarken Carpet Concept, Artemide und Dornbracht initiieren CAARDO als erste Akademie für Vertriebsnachwuchs

Was macht man, wenn man designorientierte Produkte verkauft, aber es gibt keinen ausgebildeten Nachwuchs, um die Konzepte für Boden, Beleuchtung und Kultur im Bad zu vermitteln?

Mit CAARDO gründeten der Teppichboden-Spezialist Carpet Concept, der Leuchtenhersteller Artemide und der Armaturen-Produzent Dornbracht ein spezifisch entwickeltes Programm zur professionellen Weiterbildung für Verkaufstalente im Bereich Design. Das 20 Wochen dauernde Trainee-Programm wurde 2013  ins Leben gerufen, die wirtschaftlichen Ausgaben teilen sich die drei Unternehmen, ebenso den Namen CAARDO, der aus den Anfangsbuchstaben der drei Gründungsunternehmen zusammen gesetzt ist. Nach zwei Jahren Laufzeit ist die Bilanz der ersten Akademie für Vertriebler erstaunlich wie positiv.

Verkaufsprofis mit Sinn für Ästhetik, Architektur und Design

Lange Jahre suchten die drei Hersteller vergeblich nach jungen Verkaufstalenten, machten sich für anerkannte Abschlüsse stark. Doch der Vertriebsnachwuchs, der die Design-Ikonen der drei Marken professionell an Architekten und Planer vermittelt, war nicht zu finden. Denn die komplexen, innovationsgeprägten Produkte und Konzepte von Carpet Concept, Artemide und Dornbracht erfordern ein hohes Maß an fachspezifischem Know-how und Beratungskompetenz. – Zugeschnittene Ausbildungslösungen für Vertriebler in diesem Bereich fehlten bisher gänzlich und das Image des Vertreters war ohnehin verstaubt und benötigte dringend eine Politur.

Am Schluss krempelten Matthias Quinkert von Carpet Concept, Frank Busch von Artemide und Dieter Kraus von Dornbracht selbst die Ärmel hoch: Sie machten aus der Not eine Tugend und initiierten die eigene CAARDO-Akademie. „So können wir den Vertriebsnachwuchs passend zu unseren Anforderungen ausbilden. Unser individueller Bedarf wird ideal abgedeckt. Darüber hinaus können wir die Ausbildung immer schnell und flexibel an neue Entwicklungen anpassen. Eine großartige Lösung“, so Matthias Quinkert, Geschäftsführer bei Carpet Concept.

CAARDO: Verstaubtes Vertreterimage entmufft

Das Besondere an CAARDO ist die Mischung aus Theorie und Praxisbezug. Ein exklusives Programm wartet auf die teilnehmenden Trainees: Sie reisen mit Profis, werden von erfahrenen Mitarbeitern als Paten begleitet und von Mensch zu Mensch ausgebildet. Sie erhalten Projektaufgaben, nehmen an Workshops teil und gewinnen Einblicke bei einer Rotation durch alle drei CAARDO-Unternehmen. Dort werden den Teilnehmern unter anderem firmenspezifische Themen vermittelt. Sie lernen die jeweilige Marke, das Design und die Produktion kennen und erfahren von Koryphäen der Szene profunde Hintergründe zu Design und Architektur. „Wir konnten zum Beispiel Roland Fahrni, Ex-Personalchef des renommierten Möbelherstellers Vitra oder Michael Stoz vom angesagten Architekturbüro Partner AG als Referenten gewinnen“, sagt Quinkert. Darüber hinaus dienen ein- oder mehrtägige Seminare zur Vermittlung der besonderen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Samuel el Sawaf, aktuell Trainee bei Carpet Concept: „Die Ausbildung ist sehr strukturiert, Seminare haben einen hohen Praxisbezug. Ich habe schon nach einigen Wochen einen tollen Einblick in das Unternehmen, die einzelnen Abteilungen und ein bekomme ein Verständnis für die besonderen Abläufe bei einem Teppichhersteller – der Input ist für mich unglaublich wertvoll! Während einer Trainee-Ausbildung in einem anderen Betrieb habe ich in etwa einem Jahr so viel gelernt, wie bei CAARDO in einem Monat“.

Ein Zertifikat nach Abschluss des Programms bestätigt die erfolgreiche Teilnahme.

Bisher wurden bereits 15 Nachwuchs-Designvertriebler ausgebildet. Und die CAARDO-Akademie läuft in der dritten Runde. Das Konzept hat sich bewährt. „Die Trainees sind begeistert. Denn die Ausbildung ist wirklich sehr rund, attraktiv und abwechslungsreich. Nach drei Jahren CAARDO können wir stolz sein: In Sachen Gesprächsführung, Beratung, Business, Architektur- und Designinhalte haben unsere Trainees durch das maßgeschneiderte Angebot nun das beste Designvertriebs-Rüstzeug überhaupt“, so Matthias Quinkert.

CAARDO im Überblick:

Gründer: Carpet Concept, Artemide, Dornbracht
Gründungsjahr: 2013
Ausgebildet bis 2016: 15 Vertriebler
Pro Unternehmen ein bis zwei Trainees/Ausbildungsjahr

Unterricht:

Seminare finden in den jeweiligen Unternehmen statt.
Rotationsverfahren: 8–10 Wochen im „Mutterunternehmen“,
6 Wochen im Partnerunternehmen

 

Eco Iqu

 

Intelligenz muss nicht teuer sein

„Unsere Idee war, einen Flachwebteppich mit sehr feiner Struktur herzustellen, sozusagen einen Anzugstoff für den Boden zu entwickeln“, formuliert Thomas Trenkamp, Eco Iqu-Entwerfer. Entstanden ist Eco Iqu - eine Materialinnovation mit zwei unterschiedlichen Facetten: eine fein strukturierte Ware als Couture fürs Büro oder ein rougher craftmenslook als kraftvolles Pendant.

Die dreißig neuen Farbtöne reichen von warmen bis zu kühlen Farbwelten, sind flexibel und schaffen durch die Melierung eine trendige Optik.

Eco Iqu orientiert sich an Parametern, die im Office benötigt werden: er rundet das architektonische Outfit ab, schont das Budget, und schafft durch seinen ressourcenschonenden Garneinsatz ein gutes, ökologisches Gewissen. Als Sonderausstattung gibt es ihn auch akustisch wirksam. Für die produktive Stille im Büro - aber pssst.

Fakten:

Eco Iqu

2 x 30 Farbtöne
ressourcenschonend
geringer Garneinsatz
extrem belastbar
akustisch wirksam als Sonderausstattung

 

Der Trend: weg vom Silicon Valley zurück in die Stadt 

Architektur am Arbeitsplatz heute, morgen und danach 

 

Sind Architektur und Immobilienwirtschaft auf die Arbeitswelt 4.0 vorbereitet? Architekt Caspar Schmitz-Morkramer entdeckte in Silicon Valley neue Trends. 

Mit einem lautlosen ssst schwebt der Aufzug nach oben. Fernsicht aus den Fenstern des KölnTurms: der Blick auf den MediaPark, die Domspitzen, die pulsierende Stadt. 

Fast in den Wolken liegt das Büro msm meyer schmitz-morkramer. Zufall? Nicht ganz. Betrachtet man die Projektliste, bemerkt man schnell: dieses Architekturbüro ist auf Höhe und Form spezialisiert. Ob mit der Revitalisierung des KölnTurms, dem Neubau des St. Martin Towers in Frankfurt, des fein konturierten New York-The Village, in Düsseldorf, oder der BVB-FanWelt in Dortmund. Ideen getrieben, nicht expressiv, mal Historie bewahrend, mal revitalisierend, meist für den Stadtteil gleich mit. So schaffen sie neue Wohn- und Arbeitswelten. Um zu überprüfen, ob sie selbst und Deutschland auf die Arbeitswelt 4.0 vorbereitet sind, unternahm Architekt und Chefplaner Caspar Schmitz-Morkramer, eine Reise ins Silicon Valley.

Sie waren bei den bekanntesten dot.com- Firmen - warum? 

Ich habe immer gehört, wir brauchen Google-Welten. Alle reden davon, aber die meisten waren noch nicht da. Ich wollte die neuen Arbeitswelten und das legendäre Silicon-Valley aus eigener Sicht kennenlernen.

 

Kommt man dort denn einfach so rein?

Nein, das gestaltet sich alles andere als locker und easy: man bekommt nur auf Empfehlung und unter höchsten Anstrengungen Zutritt – oder aber mit Glück. Internetfirmen haben vor Ort keine Lust, Gäste zu empfangen, sie wollen lieber via web besucht werden. Repräsentanz, großer Empfang, das ist völlig unwichtig.

 

Wie arbeitet und lebt die dot.com-Gesellschaft in den USA – welche Arbeits- und Stadträume bevorzugt sie? 

Google, Apple, Facebook sitzen zwar noch im Silicon Valley. Aber der große Trend geht eigentlich weg vom Silicon Valley, von der grünen Wiese hin zur Stadt. Die jüngeren Firmen siedeln sich in San Francisco an. In alten warehouses beispielsweise findet man Airbnb und Pinterest. In San Francisco haben Kommunikationsplätze auch noch größere Bedeutung. Es läuft alles sehr effizient. Leute kommen bewusst zu früh zu Terminen, loggen sich im offenen w-lan ein, um schon mal zu arbeiten. 


Was war der gravierendste, vielleicht auffallendste Unterschied im Bereich der Arbeitswelten im Vergleich zu Deutschland?

Die Büros dort sind extrem verdichtet und durchgetaktet. Man sitzt in Micro-Kitchens oder wohnzimmergleichen Besprechungsräumen. Bei Google zum Beispiel wird alles über den Algorhytmus  bestimmt. Der Weg zum Kaffeeautomaten dauert genau 49 Schritte, zwei Minuten braucht man bis zum nächsten Essen. Man will, dass sich die Leute bewegen. Hofft, dass sich dabei die Gespräche untereinander befruchtend auf die Arbeit auswirken. Es wird zwar auf die ergonomische Gestaltung mit höhenverstellbaren Tischen Wert gelegt, aber noch wichtiger ist das Angebot rundherum. Das Set-up um den Arbeitsplatz ist komplett eingerichtet. Es existiert ein Gesamtservice vom Frühstück bis zum Abendessen. Auf dem Facebook-Campus selbst gibt es sieben Restaurants, einen Fahrradshop für Reparaturen, Handyshops – einfach alles wird für die Mitarbeiter durchdacht.

 

Wie binden die Unternehmen High Potentials, wenn der Trend lautet – es geht weg von Silicon Valley?

Generation X, also junge Familien sind im Silicon Valley noch gut aufgehoben. Für Generation Y ist es nicht mehr attraktiv genug, deshalb bietet Google auch in New York, Silicon Avenue, und Venice Beach, Silicon Beach, Standorte an - dort gibt es sogar eigene Firmen-Surfboards. Die junge Generation will wieder in der Stadt leben. LinkedIn und Expedia – auch diese beiden haben den Trend entdeckt und sind in San Francisco verankert. Google bietet als der größte, private Busbetreiber in Kalifornien, sogar komplett ausgestattete Arbeitsbusse an, die beispielsweise von San Francisco die rund eineinhalb Stunden nach Mountain View fahren, während die Gäste innen schon ihren Arbeitstag starten können. Bei Google selbst gibt es weitere Annehmlichkeiten: zum Beispiel Besprechungsfahrräder für Teambesprechungen. Auch zur Arbeitsorganisation verfolgen sie interessante Ideen: 80% der Zeit verbringen die Mitarbeiter bei Google mit ihren eigenen Arbeitsfeldern. In den restlichen 20% sind sie bewusst angehalten, in neuen Projekten oder anderen Abteilungen mitzuarbeiten.

 

Gibt es Entwicklungen in Deutschland, die in die gleiche Richtung weisen?

Der einzige Standort, der sich in Deutschland vergleichen lässt, ist Berlin. Es sind einige Große da wie Zalando. Allerdings unterscheidet sich die Generation Y, die heute bis 35jährigen, von der Altersgruppe in den USA. Das persönliche Arbeitsumfeld spielt in Deutschland eine andere Rolle: gesucht wird frische Luft, Nähe zur Natur und Arbeitswelten, die mehr als den Schreibtisch bieten. Diese Ansprüche sind in klassischen Bürowelten oft nicht realisierbar. Ein weiteres, zentrales Motiv: Die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit steht für die Generation Y stärker im Vordergrund.


Finden sich hier schon Beispiele in der Architektur, in denen Unternehmen Gebäude vielfältig nutzen, bzw. neue Office-Strukturen ausprobieren? 

Ja, es gibt einen Wandel. Die Office-Welten von Morgen verlangen nach offenen Strukturen, flexiblen Arbeitsplätzen, Kommunikationsinseln. Wir haben diese Ideen bei unseren Projekten wie dem Hammerwerk in Stuttgart oder der Deutschen Reihenhaus in Köln umgesetzt. Der Gedanke des Campus stand beim Handelsblatt-Verlags-Gebäude in Düsseldorf im Mittelpunkt, mit integrierter Kita und Café. Die Arbeitswelt der Zukunft braucht Gebäude mit Raum für Persönlichkeiten und Wohlbefinden, das ist eines unserer ersten Anliegen.


Welche Chancen ergeben sich daraus für Städte?

Dass es nicht nur um Lage geht, sondern um Konversionsflächen. Die Durchmischung ist heute ein spannender Ansatz. Wir haben beispielsweise an der Peripherie von Stuttgart das schon genannte Hammerwerk mit ganz neuen Bürostrukturen ausgebildet. Es gibt vom Loft bis zu Lagerflächen mit Service unterschiedlichste Raumangebote, die die verschiedenen Aspekte des Unternehmens berücksichtigen. Außerdem besteht so die Chance, die neuen emissionsfreien Industrien und Forschungsstätten wieder in den Stadtbereich zurückzuholen.

 

Wie könnte der ideale Arbeitsplatz nach heutigem Stand aussehen?

Er muss Vielfältigkeit ermöglichen. Großraum sollte durch Sonderzonen aufgebrochen werden. Lichtsteuerung und Soundmasking sind Themen. Leute werden mobiler, Bibliotheken können als Orte der Ruhe stehen. Immer noch möchten alle ihre individuellen Tische. Die kleine Heimat ist in Deutschland wichtig. Auch bei Materialien ist noch viel zu tun. Das Thema Schallschutz wird immer wesentlicher. Früher arbeiteten wir selbst in einer alten Halle. Es war den Mitarbeitern zu laut. Wir haben dann gemeinsam mit Carpet Concept auf einen Teppichboden mit einem speziellen Akustik-Vlies gesetzt, weil der Schallschutz sonst nicht in den Griff zu bekommen war. Diesen Teppich mit akustisch wirksamen Vliesrücken setzen wir mittlerweile in unseren gesamten Bürostandorten ein. Es wurde ein wichtiges Kriterium für die Qualität des Arbeitsplatzes.


Ist die Arbeitswelt in Deutschland überhaupt schon auf 4.0 eingerichtet?

Nein, noch nicht wirklich. Die Arbeitswelten werden sich weiterhin stark verändern. Das heißt nicht, dass es keine Zellenstruktur mehr in deutschen Büros geben wird. Der „war for talents“ hat in Deutschland ja gerade erst angefangen. Menschen werden nicht nur dorthin gehen, wo es das meiste Geld gibt, sondern wo sie die besten Gesamtbedingungen finden. So sind auch die Arbeitgeber gezwungen, sich zu verändern. Die Welt wird globaler und es gibt kein reines Abkoppeln mehr vom Weltstandard. Mit der Digitalisierung ist es da nicht getan, zumal es eine Gegenbewegung dazu gibt: der Kontakt von Mensch zu Mensch steht im Vordergrund. Räume müssen daher die Möglichkeit zur übergreifenden Kommunikation erlauben.

 

Fotos:
St Martin Tower und BVB-Fanwelt: HG Esch.
Pinterest, Google-Welt, Facebook: msm meyer Schmitz-Morkramer

 

Roter Teppich fit für die Zukunft

 

Oscar-Verleihung, Berlinale,  Staatsempfang – im Frühjahr startet das „Roll out“ der roten Teppiche. Erst Blitzlichtstars, später Wegwerfprodukte. Höchste Zeit, die purpurrote Ware für die Zukunft neu zu denken, fand Carpet Concept und entwickelte einen ganz besonderen, roten Teppich. Schon jetzt ist der „red carpet“ aus der Thüringer Manufaktur ein echter Renner. Staatsoberhäupter bestellen ihn weltweit „made in Germany“.

Blitzlichtgewitter, Stars und Glamour – der rote Teppich ist hautnah dabei. Ob unter den Füßen von Leonardo DiCaprio oder den High Heels von Brie Larson. Bei der Oscar-Verleihung, Berlinale oder Staatsempfängen – er ist wie der Smoking unter den Füßen. Zeit, die königsrote Bodenware für das neue Jahrtausend zu denken, befand der Bielefelder Teppichboden-Spezialist Carpet Concept. Das Unternehmen untersuchte Geschichte und Herstellung des roten Teppich, revolutionierte ihn und wurde jüngst ersucht, auch den red carpet für das „Royal Hashemite Court of Jordan“ zu liefern.

Dass der Rote Teppich nicht nur durch seine Farbe, sondern auch durch Nachhaltigkeit überzeugen soll, davon war das Entwickler-Team der Manufaktur schon lange überzeugt. „Die Wegwerf-Mentalität nach Großereignissen war uns ein Dorn im Auge“, bekennt Geschäftsführer Thomas Trenkamp, „sie widerspricht Ökologie, Zeitgeist und Nachhaltigkeit.“

Rund zwei Jahre forschte das Entwicklungsteam von Carpet Concept, um Technologie, Wertigkeit und Umweltfreundlichkeit des markanten Materials weiterzuentwickeln.  So entstand ein Produkt, das künftig den Oscar zum Thema Nachhaltigkeit erwerben könnte: recyclingfähig und so widerstandsfähig, dass es jahrelange Extrembenutzung aushält. Gewebt wird der rote Teppich in einer wiederbelebten Teppichboden-Manufaktur in Thüringen, die Carpet Concept 2004 neu ausrichtete, sorgsam sanierte und damit 60 Arbeitsplätze erhielt.

Inzwischen stehen die Webstühle für den red carpet „made in Germany“ nicht mehr still. Schon jetzt bestellen Staatsoberhäupter, Monarchen und Agenturen weltweit das begehrte Produkt. Denn neben Ökologie können auch technologische Raffinessen eingeplant werden: In einer kardinalsroten Weiterentwicklung des Bodenbelags  „Lyn“ sind Metalleinleger intelligent eingearbeitet, diese Verfahrenstechnik wurde für Carpet Concept übrigens patentiert. Die Metalleinleger können den Schauspielern beispielsweise exakt die beste Kameraposition angeben, bzw. den Staatsempfang wie ein unsichtbares Wegeleitsystem führen.

 

Gerade ließ das Königshaus von Jordanien seinen „Royal Hashemite Court of Jordan“ mit der langlebigen, wiederverwendbaren Qualität ausstatten, auch hier in Purpurrot. Den ultimativen Farbton fanden die Entwickler von Carpet Concept übrigens nach intensiven Farbstudien: ein  historischer Ton, der Würde und Signal ausstrahlt. Früher wurde er in einem aufwändigen und teuren Verfahren aus dem Drüsensekret der Purpurschnecke gewonnen: Zur Herstellung eines einzigen Gramms Purpur brauchte man über 10.000 Schnecken.  Heute wird die Farbe schon vor dem Webprozess auf das Garn aufgebracht und wird dadurch extrem lichtecht und beständig. So hergestellt, bleibt der rote Teppichboden über Jahrzehnte verwendbar. Ein rotes Evergreen „made in Germany“.

 

Caardo-Akademie: Revolutionen fangen auf dem Boden an

 

Was macht man, wenn man gute Produkte verkaufen muss, aber es gibt keinen Nachwuchs dazu? Carpet Concept beschloss, das Thema einfach selbst anzupacken und gründete gemeinsam mit zwei Unternehmen eine  Akademie.

Vertreter? Das waren die, die mit Musterkatalogen im Auto herumfuhren und deren Image ziemlich unsexy war. Nachwuchs für diese Jobs zu finden, schien fast unmöglich. Ein umfassendes Ausbildungsprogramm aufzufinden, ebenfalls.

Aber was macht man, wenn man Produkte herstellt, die zwar Designlexika füllen, aber kompetente Vertriebler brauchen? Menschen, die sich fachkundig über Design, Architektur, Innenraumplanung austauschen können;  Netzwerkportale wie Xing ebenso selbstverständlich bedienen wie die Ausstellungseröffnung und das Kennenlernen von Architekten, Investoren oder Projektplanern nach Dienstschluss.

Lange Jahre suchte Carpet Concept vergeblich nach Nachwuchstalenten, machte sich für anerkannte Abschlüsse stark und krempelte am Schluss selbst die Ärmel hoch: gemeinsam mit Artemide und Dornbracht gründeten sie „Caardo“, eine Akademie, die ihren Vertriebs-Nachwuchs selbst ausbildet und sich entsprechend auch die wirtschaftlichen Ausgaben teilt. 

„Die planungsunterstützerischen Tätigkeiten werden immer vielfältiger, so dass wir unsere Talente zum einen unter den Innenarchitekten und Architekten suchen,“ erzählt Matthias Quinkert, der Initiator von Caardo und Geschäftsführer des Teppichboden-Herstellers Carpet Concept, „zum anderen die ´echten Kümmerer´ auch in anderen, serviceorientierten Berufszweigen finden, beispielsweise im Hotel.“ 

Inzwischen läuft die Caardo-Akademie in der vierten Ausbildungsrunde ab April und dauert ungefähr ein halbes Jahr. Das Konzept trägt sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch das Bild des Vertriebs-Nachwuchses hat sich maßgeblich gewandelt.  Eigenverantwortlich, selbständig, kreativ und top ausgebildet – das sind die Vertriebler von heute. Suchte man am Anfang Bewerber, suchen heute die Bewerber Zugang zu dem neuen Konzept, so dass es schon Wartelisten gibt. Mehr dazu unter www.caardo.de.